Bagdad - Die US-Armee hat auch am Sonntag wieder Luftangriffe auf Ziele im Irak geflogen. F-16 Kampfbomber warfen drei Bomben nahe der Stadt Falludscha ab, die als eines der Zentren des Widerstandes gegen die US-Besatzungstruppen gilt. Der Operation seien Angriffe auf US-Truppen vorausgegangen, hieß es ohne Angabe von Details in Armeekreisen. In der Gegend westlich Bagdads hatten Untergrundkämpfer vor einer Woche einen US-Transporthubschrauber abgeschossen, wobei 16 Amerikaner getötet wurden. US-Kampfflugzeuge hatten bereits in der Nacht zum Samstag vermutete Verstecke von Baathisten und Terroristen bei Tikrit angegriffen, der Heimatstadt des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein. Die Bombardements waren zugleich die ersten US-Luftangriffe im Irak seit dem Ende der Hauptkampfhandlungen am 1. Mai.

US-Vizeaußenminister Richard Armitage hatte wenige Stunden nach den Luftangriffen am Samstag bei einem Besuch in Bagdad gesagt, der Irak sei nach wie vor eine Kriegszone. Die irakische Hauptstadt Bagdad wurde unterdessen am Sonntagabend von mehreren lauten Explosionen erschüttert. Nach Polizeiangaben schlug mindestens eine Werfergranate in einem Haus im Stadtzentrum ein. Anwohner sagten, es sei niemand verletzt worden. In der vergangenen Woche hatten Freischärler US-Einrichtungen in Bagdad mit Granatwerfern beschossen. (Reuters)