Keutschach - Die geschäftsführende FPÖ-Bundesparteiobfrau Ursula Haubner fordert eine Verdoppelung des allgemeinen Steuerabsetzbetrages sowie eine kräftige Erhöhung des Alleinverdienerabsetzbetrages. Das erklärte die Staatssekretärin am Sonntag.

Neue Vorsitzende bei freiheitlicher Frauenorgansiation

Haubner gab am Sonntag nach acht Jahren den Vorsitz der freiheitlichen Frauenorganisation ab. Zu ihrer Nachfolgerin wurde einstimmig die oberösterreichische Nationalratsabgeordnete Elke Achleitner (39) gewählt. Festgelegt wurden bei der Klausur am Hafnersee in Keutschach (Bezirk Klagenfurt-Land) auch die Schwerpunktthemen für die künftige Arbeit: Frauengesundheit und Vorsorge. Bei einem Pressegespräch meinte Haubner, die Initiative freiheitlicher Frauen habe zahlreiche Themen und Inhalte ins Regierungsprogramm der Koalitionsregierung eingebracht, so das Kinderbetreuungsgeld und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

"Verteilung der Aufgaben"

Haubner erklärte ihren Rückzug als Vorsitzende mit einer "Neuverteilung der Aufgaben auf mehrere Schultern", wie sie auch in der Bundes-FPÖ erfolgt sei. Bei der Klausur seien neue Schwerpunkte gesetzt worden, so verlange man die Wiedereinführung einer eigenen Frauenabteilung im Gesundheitsministerium. Minister Herbert Haupt (F) habe diese Abteilung eingerichtet und aufgewertet, die jetzige Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) diese jedoch wieder abgeschafft. Auch die Förderung einer frauenspezifischen Gesundheitsvorsorge, abgestimmt auf unterschiedliche Lebensalter, wird propagiert. Auf die Frage nach der Durchsetzbarkeit dieser Forderungen meinte Haubner: "Das wird schon gehen, wir haben eine gute Gesprächsbasis mit dem Koalitionspartner."

Pension: Anrechnung von Pflegezeiten erwünscht

Um eine noch bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erreichen, will Haubner auch eine bessere Anrechnung der Pflegezeiten für die Pensionsversicherung erreichen. Dies könnte dazu beitragen, die Pflege-Problematik auch langfristig bewältigen zu können. Eine "Standardforderung aller Frauenorganisationen", wie es Haubner nannte, sei auch jene nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit.

Die Initiative freiheitlicher Frauen (IFF) hat laut Haubner österreichweit etwa 1.000 Mitglieder. Neben Achleitner als Bundessprecherin wurden am Sonntag auch drei Stellvertreterinnen gewählt. Die Kärntner LAbg. Wilma Warmuth und die steirische LAbg. Theresia Zierler wurden wieder gewählt, neu gewählt wurde die Wiener Stadträtin Karin Landauer. (APA)