Wien/Klagenfurt- Der SV Salzburg und der FC Kärnten haben derzeit mehr gemeinsam als nur das Nachzügler-Dasein und den erfreulichen Fußball-Sonntag in der T-Mobile-Bundesliga. Da wie dort zeichnen sich nämlich Lösungen in der Frage nach dem neuen Trainer ab. Die Festspielstädter schwanken zwischen Georg Zellhofer und Walter Hörmann und die Klagenfurter haben Peter Pacult an der Angel.

"Unsere zwei Kandidaten heißen Zellhofer und Hörmann. Wir werden gut überlegen und in 14 Tagen bis drei Wochen eine Entscheidung treffen", kündigte der Salzburger Präsident Rudolf Quehenberger am Sonntag Abend nach dem 0:0 gegen die Austria im Wiener Horr-Stadion gegenüber der APA an. Der Boss hatte in Favoriten neben der Bank und Peter Assion stehend über 90 Minuten mitgezittert. "Dieser Punkt war verdient, wichtig für die Moral und wichtig für den Kampf gegen den Abstieg. Die kämpferische Leistung war in Ordnung."

Die Salzburger befinden sich nach der Trennung von Lars Söndergaard auf der Suche nach einem neuen Feldherrn. Zellhofer, der sich aus gesundheitlichen Gründen seit Ende Juli vom FC Superfund in Pasching freistellen ließ, saß bereits am Sonntag im Horr-Stadion auf der Ehrentribüne. "Ich will am Ball bleiben", kommentierte er seinen Besuch. Hörmann besitzt derzeit einen Vertrag mit dem FC Vaduz und der Liechtensteiner Verband will den Steirer auch in Zukunft als Teilzeit-Teamchef haben.

Argentinier im Test

In den kommenden Tagen haben die Salzburger einen Trainingsgast: Basso Octavio, ein 21-jähriger argentinischer Stürmer vom Zweitligisten Union Santa Fe, absolviert ab Dienstag ein mehrtägiges Probetraining. Der Spieler wird voraussichtlich auch am Donnerstag im Testspiel gegen den TSV 1860.

Pacult muss sich erst mit 1860 einigen

Wie der deutsche Sportdirektor Assion, der nach der Trennung von Lars Söndergaard auch interimistisch den Salzburg-Trainer "spielt", muss der FC Kärnten den Posten von Hannes Haubitz, den Sportdirektor Didi Constantini derzeit ebenfalls in Doppel-Funktion bekleidet, nachbesetzen. Erster Anwärter auf den heißen Stuhl ist Peter Pacult, der am Sonntag den Tabellenletzten gegen Spitzenreiter Rapid live im Wörthersee-Stadion 2:0 Siegen gesehen hat.

"Es gibt gute Gespräche, eine Entscheidung sollte in den nächsten Tagen fallen", sagte der Wiener in einem ORF-TV-Interview. Bevor es zu einem möglichen Engagement kommt, muss der Wiener allerdings noch mit dem TSV 1860 München Verhandlungen führen. Pacult, der von sich behauptet, "nicht teurer als andere Trainer in der österreichischen Liga" zu sein, bezieht seit seiner "Arbeitslosigkeit" ab Mitte März noch bis Sommer 2004 von den "Löwen" Gehalt. Am Finanziellen sollte seine Übersiedlung an den Wörthersee jedenfalls nicht scheitern. (APA)