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Als Lokführer der ÖBB-Dachholding soll Rüdiger vorm Walde an Bord bleiben

Foto: APA/Artinger
Wien - Trotz Streiks ist das Postenkarussell über die Führungsjobs der künftigen ÖBB-Subfirmen bereits voll im Gang. Als Lokführer der ÖBB-Dachholding soll Rüdiger vorm Walde an Bord bleiben, hat er doch seinen anfänglichen Widerstand gegen die Aufspaltung in bis zu neun Subgesellschaften rechtzeitig aufgegeben. An seiner Seite soll der erst im Frühjahr bestellte Erich Söllinger wie bisher über die Finanzen des Verlustkonzerns wachen.

Ferdinand Schmidt, Ex-Lauda-Air-Vorstand und bei der ÖBB für Personen- und Güterverkehr zuständig, wird als einer von zwei Vorständen im Personenverkehr gehandelt. Neben ihm soll ein Bus-Fachmann mit ÖVP-Rückendeckung Platz nehmen: Josef Halbmayr, im Mai vorzeitig ausgeschiedener Vertriebsvorstand der Post, zuvor Postbus. In der neuen ÖBB-Güterverkehr-AG will man auf bewährte Eisenbahner setzten: Gute Chancen haben Wolfgang Scharinger, Leiter des ÖBB-Güterverkehrs in Linz, und Gustav Poschalko, Generaldirektor der bahneigenen Speditionsholding AG.

Bau AG fest in blauer Hand

Fest in blauer Hand bleibt die Infrastruktur Bau AG, wie die HL-AG nach der Verschmelzung mit der Bahn heißen soll: Josef Moser (Ex-FPÖ-Klubdirektor) und Gilbert Trattner (Ex-FPÖ-Bundesgeschäftsführer). Möglicherweise könnte künftig sogar ein Vierervorstand bauen, zusätzlich mit Thomas Türinger (ÖBB-Planung & Engineering) und Georg Vavrovsky, Tunnelexperte der HL-AG.

Eher ungünstige Vorzeichen findet Alfred Zimmermann, derzeit Infrastrukturvorstand, vor. Er hat sich in der Reformdebatte wenig (politische) Freunde gemacht und daher schlechte Karten. Mehr Chancen werden ÖBB-Netz-Chef Peter Klugar eingeräumt. (Luise Ungerboeck, DER STANDARD Printausgabe, 11.11.2003)