Glanegg/Wien - Die Hirsch Servo AG plant nach dem Kauf Produktion von Transportschutzverpackungen von der polnischen PFI Splka in Breslau weitere Zukäufe in Polen. Das erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Hirsch am Dienstag. Der Aufsichtsrat der börsennotierten Gesellschaft wurde bei der Hauptversammlung Mitte Oktober personell umbesetzt.

"Tempo ordentlich erhöhen"

Kurt Hirsch, der über seine Privatstiftung mehr als 60 Prozent der Aktien hält, betonte am Dienstag, ihm sei es wichtig gewesen, dass der Steuerberater Andreas Breschan und der Wirtschaftsanwalt Robert Briem, beide sind auch in Hirschs Privatstiftung tätig, in den Aufsichtsrat einziehen. "Zweitens wollen wir das Tempo ordentlich erhöhen", meinte Hirsch, der wöchentliche Meetings des Aufsichtsrates plant.

Neu im Aufsichtsrat ist auch Wilhelm Lauer, ehemaliger Geschäftsführer von Siemens Kärnten. Nicht mehr in dem Gremium vertreten sind Heinz Taferner, Günther Pöschl und Johann Quendler. Ihre Sitze behalten haben SEZ-Gründer Franz Sumnitsch und Wolfgang Auer von Welsbach, der zehn Prozent der Hirsch Servo-Aktien hält.

Die Akquisition in Polen beurteilt Hirsch sehr positiv. Im Sommer hatte man die Fabrik durch Pacht inklusive einer Kaufoption erworben: "Wir wollten innerhalb von drei Jahren in die Gewinnzone kommen und sind bereits jetzt positiv." Daher werde man die Kaufoption ziehen und angrenzende Grundstücke ebenfalls erwerben. Derzeit würden zudem weitere Standorte in Polen geprüft.

Der Grund für die Expansionspläne nach Osteuropa liegt laut Hirsch darin, dass die wichtigsten Kunden des Unternehmens wie Samsung, Philips, Whirlpool oder Elektrolux rasch nach Osteuropa abwandern würden. Die Hirsch Servo AG als "Verpacker" der Geräte müsse mitziehen, um das Geschäft halten zu können. (APA)