Der Softwarekonzern Microsoft hat am Dienstag auf dem IT Forum 2003 in Kopenhagen seinen Systems Management Server (SMS) 2003 offiziell präsentiert. Die Server Software zur Änderungs- und Konfigurationsverwaltung unter Windows unterstützt Firmen bei der unternehmensweiten Installation von Anwendungen und Patches. Aus Sicht des Softwarekonzerns stellt SMS 2003 nun einen wichtigen Schritt in Richtung eines sicheren Betriebssystems dar.

"Whidbey" und "Yukon"

In seiner Keynote zum IT Forum 2003 unterstricht Kirill Tatarinov, Vizepräsident der Enterprise Management Division bei Microsoft, die Bedeutung des System Management Server 2003. Ausserdem gab Tatarinov einen Ausblick auf die kommenden Produkte von Microsoft. 2005 sollen Visual Studio .Net "Whidbey" und der neue SQL Server "Yukon" gelauncht werden. Ein Jahr später wird dann das neue Visual Studio, Codename "Orcas", präsentiert werden. Auch für den Bereich Management Solutions versprach Tatarinov einige neue Produkte in den kommenden Jahren. So soll 2005 das Microsoft System Center gestartet werden, auch der Microsoft Virtual Server und die Software Update Services (SUS) 2.0 werden in dieser Zeit erscheinen. Das Microsoft System Center soll ab diesem Zeitpunkt der Mitelpunkt der weiteren Entwicklungen werden. Geplanter Starttermin für das neue Windwos Betriebssystem "Longhorn" bleint 2006.

Migration hin zu Windows

"Auf Windows Server 2003, der seit einigen Monaten am Markt erhältlich ist, laufen bereits 185000 Webseiten. 16000 Webseitenbetreiber sind von Linux zu Windows gewechselt. Wir kOEnnen hier eine verstärkte Migration von Linux zu Windows feststellen. Das ist sehr erfreulich", so Tatarinov bei seiner Keynote. "Eine wichtige Entwicklung für Microsoft stellen die "Integrated Innovations" dar. Unsere Produkte haben in der Vergangenheit nicht immer perfekt zusammengearbeitet, aber mit Integrated Innovation bieten wir heute eine perfekte Lösung", so Tatarinov. Mit dem Systems Management Server 2003 soll es innerhalb von Unternehmen wesentlich schneller und einfacher werden Applikationen und Patches ausrollen zu können. Die Software ermöglicht es den Administratoren noch nicht gepatchte Hardware zu finden und die notwendigen Patches zu installieren. Unternehmen können so aber auch feststellen auf welchen Geräten lizensierte Software noch nicht ausgerollt wurde und dies nachholen. Bei der Entwicklung dieser Software hat Microsoft besonders auch auf die Anforderungen mobiler Mitarbeiter und deren PDAs, Notebooks und Smartphones geachtet.

"Get secure and stay secure"

Sicherheit ist das zentrale Thema bei Microsoft in diesem Jahr. Auch der SMS 2003 muss den Ansprüchen der Redmonder genügen und soll einen wesentlich Beitrag zum Trustworthy Computing leisten. Die Sicherheit in einem Unternehmen hängt sehr stark davon ab, dass alle Anwendungen und Dienste die aktuellsten verfügbaren Aktualisierungen und Service Releases ausführen. Es werden bereitgestellte Anwendungen und Dienste im Netzwerk kontinuierlich überwacht und Tools zum Vergleichen dieser mit einer Liste verfügbarer Patches, Service Packs und Updates zur Verfügung gestellt. Dadurch ermöglicht der Systems Management Server 2003 Administratoren das Umgehen von Ausfallzeiten und steigert durch dieses Minimieren von Ausfallszeiten die Gesamtproduktivität im Unternehmen und die Sicherheit.

"The last Line of Defense"

"SMS 2003 ist", so Tatrinov "the last line of defense" in einem Unternehmen und eine felsenfeste Technologie". Durch das neue Patchmanagement bei Microsoft werden in Zukunft nichtkritische Sicherheitsupdates nur noch einmal im Monat veröffentlicht - bislang war es einmal in der Woche. Auch sollen die Patches wesentlich besser und auch kleiner werden. In seiner Keynote mahnte Tatarinov die Unternehmen zu mehr Sorgfalt und Wachsamkeit: "Sie müssen sicher werden und sicher bleiben" , so seine Abschlussbotschaft an das versammelte Auditorium. (greg)