Wien - Der ÖBB-Streik wirkt sich auch auf die österreichische Treibstoff- und Heizölversorgung aus: Wie OMV-Vizechef Gerhard Roiss der APA mitteilte, habe der Ölkonzern die Lager in den Bundesländern vorsorglich auffüllen müssen, um Engpässe zu vermeiden. Zusätzlich habe man Tank-Lkw organisiert, meinte er. "Würden wir nichts tun, gäbe es ab Freitag Probleme."

Bereits in der Vorwoche, als ein erneuter Streik in den Raum gestellt wurde, habe man zusätzliche Fahrzeuge geordert, um jene Tanklager, die normalerweise per Schiene versorgt werden, anzufahren - "eine komplexe Aufgabe", wie Roiss betonte. Insgesamt seien 65 zusätzliche Fahrzeuge in Betrieb genommen worden.

Weitere Reserven

Wenige Stunden vor Streikbeginn habe man die Lager - von hier aus werden die Tankstellen beliefert - noch einmal aufgefüllt, sagte er. Danach seien weitere Züge unmittelbar an sie herangeführt worden. So stünden beim Ende der Kampfmaßnahmen weitere Reserven bereit.

Betroffen seien vor allem die Bundesländer, sagte Roiss. Auf Wien seien keine Schwierigkeiten mit der Treibstoff- und Heizölversorgung zugekommen, da hier ohnehin mittels Lkw geliefert werde.

Über Mehrkosten, durch die Verlagerung von der Schiene auf die Straße entstünden, wollte er nicht spekulieren: "Da geht es in erster Linie nicht um die Kosten, sondern darum, dass man die Versorgung gewährleistet." Die kurz vor dem Streik durchgeführte Preiserhöhung für Diesel und Benzin habe damit aber nichts zu tun, versicherte Roiss. (APA)