Mit Hackertechniken greifen Banden aus Osteuropa Netzwerke und Websites von Unternehmen an, um die Firmen unter dem Druck drohender Millionenschäden zu erpressen. Ohne Wissen ihrer Eigentümer werden dabei manchmal hunderte Computer der Unternehmen als "Geisel" genommen, um ihnen dann sinnlose Aufträge zu geben, die zu einer Überlastung der Serverstruktur und des Datenverkehrs der Firmennetze führen. Die jüngsten bekannt gewordenen Fälle solcher kriminieller Manöver wurden von einer High-Tech-Einheit der britischen Polizei (National High Tech Crime Unit, NHTU) aufgedeckt, berichtet die Financial Times .

Hohe Dunkeziffer

Bei ihrer Verfolgung der Cybergangster kooperiert die britische Polizei mit anderen europäischen Polizeieinheiten; als Urheber der kriminellen Angriffe werden Banden in Osteuropa vermutet. Nach Angaben der Polizei ist die Dunkelziffer bei den Erpressungen sehr hoch, da die Firmen über diese Vorkommnisse nicht gerne reden. Eine Sicherheitsfirma berichtet davon, dass sie erst vor kurzem mit sechs Fällen beschäftigt war, aber die tatsächliche Zahl müsse ein vielfaches davon sein und weltweit ein Problem darstellen. (red)