Wien - Wer derzeit bei der zusammengelegten Pensionsanstalt der Arbeiter und Angestellten (PVA) Auskunft bekommen möchte, mit wie viel Pension er 2004 nach dem Inkrafttreten der Pensionsreform rechnen kann, muss damit rechnen, dass er darüber nur bedingt Auskunft bekommt. Der Grund: Die entsprechenden EDV-Programme mit allen Neuregelungen der heuer im Juni im Nationalrat beschlossenen Pensionsreform sind noch nicht vorhanden, berichtet die "Presse". Das werde noch ungefähr einen Monat dauern.

Die PVA sieht sich für diese Panne nicht verantwortlich: Die entsprechenden Computer-Programme seien vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger noch nicht bereitgestellt. Dort heiße es: "Das Programm ist bald fertig." Allerdings, so die PVA, sei es schon jetzt möglich, die Berechnungen für künftige Pensionen ab 2004 vorzunehmen. Nämlich "händisch", also mit Hilfe eines Taschenrechners.

Seit dem Beschluss der Pensionsreform gebe es in der Pensionsanstalt in der Wiener Friedrich-Hillegeist-Straße aber einen Ansturm von Versicherten, die Auskunft suchen. Täglich gebe es 600 bis 700 Menschen, die persönlich in der PVA vorsprechen. Dazu kämen im Schnitt pro Tag noch rund 1.200 Anfragen per Telefon.

Welche Auskunft können Ratsuchende in der PVA angesichts der Probleme um die EDV-Programme nun bezüglich ihrer künftigen Pension erhalten? Derzeit werden alle Pensionen nach dem noch geltenden Recht berechnet. Geht jemand ab 2004 in Pension, so kann dem Betroffenen noch zusätzlich erklärt werden, dass er von dieser berechneten Pension maximal zehn Prozent verlieren kann, weil die Koalition die Maximalverluste durch die Pensionsreform mit zehn Prozent begrenzt, also "gedeckelt", hat. (APA)