Bild nicht mehr verfügbar.

Ein Forschungsprogramm soll die krebsartige Krankheit bei Tasmanischen Teufeln stoppen.

Foto: Archiv
Hobart - Mit einem millionenschweren Forschungsprogramm wollen die australischen Behörden den Tasmanischen Teufel vor dem Aussterben bewahren. Zum Schutz der seltenen Beuteltiere, die nur auf der südaustralischen Insel Tasmanien vorkommen, wollen die Behörden umgerechnet eine Million Euro investieren. Der Bestand der nachtaktiven Fleischfresser ist in weniger als zehn Jahren um die Hälfte auf 75.000 Exemplare zurückgegangen.

Die marderähnlichen Tiere, die sich vor allem von Aas ernähren, leiden unter einer krebsartigen Krankheit, die Experten als "Gesichtstumor des Teufels" bezeichnen. Die Krankheit beginnt mit einer Verletzung an der Schnauze, die sich zu einem Tumor ausweitet; binnen drei bis fünf Monaten sterben die Tiere.

Tasmaniens Umweltminister Bryan Green sagte, die Regierung des Bundesstaats werde ein auf drei Jahre angelegtes Forschungsprogramm finanzieren, um die mysteriöse Krankheit möglicherweise stoppen zu können. Der Tasmanische Teufel dürfe nicht das gleiche Schicksal erleiden wie der Tasmanische Tiger, der Anfang des 19. Jahrhunderts durch Jäger ausgerottet wurde. (APA)