Montage: Webstandard

Das Vorzeigeprojekt, wenn es um den erfolgreichen Aufbau eines kommerziellen Online-Musikhandels geht, ist Apples iTunes Music Store. Obwohl der kostenpflichtigen Online-Musikshop iTunes gerade zur "Coolste Erfindung" des Jahres 2003 gewählt wurde (Der Webstandard berichtete), hat Apple dennoch mit Problemen zu kämpfen.

Lieder anhören übers LAN

Die iTunes Software ermöglicht es UserInnen nicht nur Musik online legal zu erwerben, es ist damit auch möglich Lieder anzuhören, die sich auf einem anderen PC befinden. Dieser PC muss sich dazu allerdings im gleichen lokalen Netzwerk befinden. Dabei wird keine Kopie der Songs angefertigt, die Lieder können auch nicht selbst gebrannt werden.

myTunes

Das ändert sich nun allerdings mit dem Programm MyTunes, berichtet der Newsdienst CNet. MyTunes macht es möglich Songs auch am eigenen Computer zu speichern und anschließend zu brennen.

Missfallen der Musikindustrie

Durch diese Entwicklung dürfte Apple das Missfallen der Musikindustrie auf sich ziehen, ist es doch in amerikanischen Firmen und auf Universitätsgeländen allgemein üblich, die eigenen Playlists über das lokale Netzwerk anderen UserInnen zur Verfügung zu stellen. Mit dem kostenlos erhältlichen Programm myTunes steht nun dem Musiktausch im Stile von Kazaa, eDonkey und Co. fast nichts mehr im Wege. Allerdings können mit MyTunes nur unverschlüsselte MP3s getauscht werden, mit den geschützten Liedern aus dem Apple iTunes Store kann die Software nichts anfangen.

Bill Zeller, der Erfinder der Software, betont auf seiner Website, dass das Programm nicht zum Stehlen von Musik oder zu anderen Verletzungen des Urheberrechtes verwendet werden darf.

Lange Geschichte

Bereits einmal galt iTunes als geknackt(Der Webstandard berichtete ), kurz darauf war wie berichtet der Musiktausch übers Netz nicht mehr möglich, schließlich hat Apple die Möglichkeit zum Streamen per Update auf das lokales Netz beschränkt (Der Webstandard berichtete ).(red)