Viele Schwangere werden auf chirurgische Eingriffe bei der Entbindung nicht ausreichend vorbereitet.

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London - Viele Schwangere werden auf chirurgische Eingriffe bei der Entbindung nicht ausreichend vorbereitet. Zu diesem Schluss kommen schottische Forscher in einer Studie an Frauen, deren Kinder per Kaiserschnitt, Zangengeburt oder Saugglocke zur Welt kamen (British Medical Journal, Vol. 327, S. 1132-5). Die meisten Mütter waren ursprünglich davon ausgegangen, dass sie ihr Baby auf natürlichem Wege zur Welt bringen können.

Die Mehrheit der befragten Frauen wurde der Studie zufolge beim Einsetzen der Wehen nicht richtig über die Gründe für die Operation aufgeklärt. Auch nach der Entbindung seien die Mütter nur ungenügend über den Geburtsvorgang und mögliche gesundheitliche Folgen informiert worden. Viele hätten daher anhaltende Ängste vor weiteren Schwangerschaften entwickelt. Einige wollten sogar ganz auf weitere Kinder verzichten.

Nach Angaben der Mediziner sind bei nahezu jeder dritten Geburt operative Maßnahmen erforderlich. Diese seien mit dafür verantwortlich, dass 25 bis 33 Prozent aller Geburten zu traumatischen Symptomen bei den Müttern führten. (APA/AP)