Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/Techt

Wien - Einen Querschnitt durch das tägliche Leben und die Alltagssprache Österreichs - Kuriosa inklusive - stehen im Mittelpunkt des Wörterbuchs "Auf gut Österreichisch". Auf 144 Seiten werden Austriazismen aufgelistet, für die Auswahl wurde auf das Österreichische Wörtbuch (ÖWB) zurückgegriffen.

Schwerpunkt der Auswahl bilden so genannte Sprachaustriazismen wie "Hackler", "Stockerl" oder "gefinkelt", vertreten sind aber auch Sachaustriazismen wie "ZiB", "Ländle" oder "Volksanwaltschaft". Kulinarisches wie "Eckerlkäs", "Kasnocken", "Marillenkompott" und "Fleischlaberl" finden sich ebenso wie Beleidigendes a la "Wappler", "Dolm" oder "Watschengesicht". Nur wenig Platz wird hingegen der angeblich identitätsstiftenden Marmelade eingeräumt: Erwähnt wird nur die "Marmeladepalatschinke".

Internationale Ebene

Ausdrücklich nicht aufgenommen wurden "Apfelstrudel", "Maut", "Mozartkugel" und "Sachertorte" - diese Begriffe hätten sich nämlich bereits internationalisiert, wie es im Vorwort heißt. Eine ähnliche "Karriere" wird auch diesmal noch vertretenen Begriffen wie "Kaiserschmarren" oder "Pickerl" vorausgesagt.

Neben interessierten Ausländern, die sich mit der Besonderheit der österreichischen Alltagssprache vertraut machen wollen", bietet das Buch aber auch "Native Speakers" eventuell Neues: So sind etwa auch Begriffe wie "Vorrang" (im Straßenverkehr, Anm.) oder "markieren" (Fahrkarte, Anm.) in einer bestimmten Bedeutung nur für die Sprache in Österreich besonders typisch. (APA)