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Laut einem Militärbischof müsse bedacht werden, dass viele Soldaten der US-Armee niemals damit gerechnet hätten, in einen derartigen Krieg wie der im Irak ziehen zu müssen.

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Washington - Die Möglichkeit zur Verweigerung militärischer Einsatzbefehle aus Gewissensgründen muss nach Auffassung der katholischen Kirche in den USA respektiert werden. Zwar werde niemand zum Dienst an der Waffe verpflichtet, dennoch könne es sich nach einem freiwilligen Beitritt für den Einzelnen herausstellen, dass der von ihm geforderte Einsatz nicht mit seinem Gewissen zu vereinbaren ist, sagte Militärbischof Edwin F. O'Brien bei der in Washington zu Ende gegangenen Vollversammlung der Bischofskonferenz laut Kathpress. "Viele jetzt im Irak stationierte Soldaten haben sich dem Militär angeschlossen, um der Armut zu entgehen", sagte O'Brien. Sie hätten niemals damit gerechnet, in einen derartigen Krieg ziehen zu müssen. Daher müsse eine Dienstverweigerung aus Gewissensgründen unter streng zu fassenden Regeln möglich sein, forderte der Erzbischof. Er fügte hinzu, die Kirche halte an ihrer Definition der Prämissen für einen legitimen Verteidigungskrieg fest und bringe dies auch immer wieder den politisch Verantwortlichen zur Kenntnis. (APA)