Göttingen - Der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger erhält den Satire-Preis "Göttinger Elch" des Jahres 2004. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury das Gesamtwerk des Künstlers, der in den 70er Jahren als "Emil" international bekannt wurde. Der Autor, Schauspieler und Regisseur sei einer der ganz Großen des Satire-Genres, begründete die Elch-Jury ihre Wahl am Freitag in Göttingen.

Sein satirischer Ansatz sei ein "sanfter, liebevoll genauer, mit dem er menschliche Schwächen, Dummheiten und Vorurteile nicht nur charakterisiert und entlarvt, sondern auch zu ihrer (fast) schmerzfreien Heilung beiträgt", hieß es in der Begründung weiter. Steinberger wurde 1933 in Luzern geboren. Er arbeitete zunächst neun Jahre als Postbeamter, absolvierte dann eine Grafiker-Ausbildung und gründete ein Werbebüro. Gleichzeitig initiierte er 1968 das Luzerner-Kleintheater und leitete zwei Filmkunst-Studios.

Hintergrund

1977 ging Steinberger mit dem Schweizer Nationalzirkus Knie auf Tour, was dem Unternehmen einen Rekord von 1,3 Millionen Besuchern in nur einer Saison bescherte. Steinberger lebt am Genfer See und ist seit 1999 mit einer Lach-Trainerin verheiratet.

Der Satire-Preis ist mit 3.333,33 Euro, 99 Dosen "Original Göttinger Elch-Rahmsüppchen" und einer massiv silbernen Elch-Brosche dotiert. Die Auszeichnung wird dem Künstler am 24. Januar 2004 in Göttingen verliehen. Zu den früheren Preisträgern gehören Robert Gernhardt, Gerhard Polt, Harry Rowohlt und F. W. Bernstein. (APA/AP)