Wien - Femtosekundenpulse können zur präzisen Diagnostik von Hartgeweben wie Zähnen und Knochen aber auch Weichgeweben verwendet werden. Das österreichische Unternehmen Femtolasers will dieser Technologie zum Durchbruch verhelfen. Der Forschungsförderungsfonds FFF unterstützt die Entwicklung eines industrietauglichen Ultrakurzplus-Laseroszillators als Grundstein für die Herstellung von Femtosekundenlasern.

Durch Femtosekundenimpulse kann Terahertzstrahlung (T-Ray) erzeugt werden. Diese Technologie stellt damit eine Alternative zur Magnetresonanz-Tomographie dar. Das Hightech-Unternehmen Femtolasers hat sich zum Ziel gesetzt, der Femtosekundentechnologie in verschiedenen Bereichen der Technik und Medizin zum Durchbruch zu verhelfen, indem es kompakte, einfach zu bedienende und kostengünstige Femtosekundensysteme entwickelt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Optische Kohärenz Tomographie (OCT) als anerkannte Diagnosetechnik in der Medizin etabliert. Nicht-invasive, d.h. unblutige Analyse ohne Probennahme, hohe Auflösung und vielfach variable Querschnittsbilder sind die wesentlichen Vorteile der OCT.

Die Femtolasers Produktions GmbH mit Sitz in Korneuburg wurde im Juli 1997 von Forschern der Technischen Universität Wien gegründet. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt die Entwicklung, Planung, Herstellung und Installation von Lasersystemen zur Erzeugung ultrakurzer Laserpulse zu fördern. Kunden sind vor allem universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Europa, Nordamerika und Japan. Der Exportanteil beträgt 90 Prozent. (pte)