Bagdad - Der irakische Übergangsrat hat am Freitag zurückhaltend auf die Pläne der US-Regierung für eine neue Besatzungsstrategie reagiert. "Wir haben unsere eigenen Vorstellungen", sagte der kurdische Vertreter Mahmud Othman in Bagdad. "Zeit" In der irakischen Hauptstadt wurde am Freitag der amerikanische Zivilverwalter Paul Bremer von Krisengesprächen in Washington zurückerwartet. Zum Abschluss der Unterredungen hatte US-Präsident George W. Bush eine beschleunigte Beteiligung von Irakern an der Übergangsverwaltung in Aussicht gestellt, um der Aufstandsbewegung auch mit politischen Mitteln entgegenzuwirken. "Wir werden Bremer zuhören, und er wird uns zuhören", sagte Othman, äußerte sich aber skeptisch über die von Bush in Aussicht gestellte Beschleunigung: "Der Verfassungsprozess braucht seine Zeit." Belohnung Die Angriffe auf die amerikanischen Truppen dauerten auch am Freitag an. Beim Versuch, eine im Nordwesten von Bagdad am Straßenrand platzierte Bombe zu entschärfen, wurden Augenzeugen zufolge drei US-Soldaten verletzt. Die Amerikaner sperrten die Straße und riefen die Anwohner über Lautsprecher dazu auf, die Fahndung nach den Tätern zu unterstützen. Auf Flugblättern wurde für Hinweise auf Aufständische eine Belohnung von 10.000 Dollar in Aussicht gestellt. (APA/AP)