Foto: Markus Seidl
Wien - Nachdem Tina Leischs neueste Theaterproduktion "Elf Seelen für einen Ochsen" bereits in Kärnten gezeigt wurde, ist das Dokumentar-Theater aus dem Nachkriegsgebiet nun auch in Wien zu sehen. Das Stück handelt von blutiger, totgeschwiegener Kärntner Partisanengeschichte. Dazu hat die Autorin und Regisseurin Dokumente aus den Ermittlungsakten mit kurzen Szenen aus dem Alltag im Kärntner zweisprachigen Partisanengebiet zu einem großen Fragenzeichen nach dem Umgang mit der NS-Geschichte verwoben. Hintergrund sind die Vorgänge in Peršman, einem idyllisch gelegenen Bauernhof am Fuße der Petzen, auf dem am 25. April 1945 vier Erwachsene und sieben Kinder der Kärntner slowenischen Familien Sadovnik und Kogoj von Polizisten eines nationalsozialistischen Polizeibattaillons ermordet wurden. Die Produktion ist im Rahmen des oberösterreichischen "Festivals der Regionen 2003" an Orten zu sehen, die während der NS-Zeit Schauplatz von Kriegsverbrechen, von Entwürdigung, Misshandlung und Ermordung von Menschen durch den nationalsozialistischen Machtapparat und seine willigen HelferInnen waren. (red)