Bogota - Erstmals hat sich eine der rechtsgerichteten Milizen in Kolumbien zur Entwaffnung bereit erklärt. Rund 800 der 12.000 Mitglieder der Vereinigten Streitmacht zur Selbstverteidigung in Kolumbien (AUC) wollten Ende November ihre Waffen niederlegen, teilte das Büro von Präsident Alvaro Uribe am Freitag mit. Die AUC erklärte in einem Schreiben, die Entwaffnung der gesamten Miliz solle bis Ende 2005 abgeschlossen sein. Regierungsunterhändler Luis Carlos Restrepo sagte dem Radiosender RNC, die 800 AUC-Kämpfer in der Umgebung der Stadt Medellin im Nordwesten des Landes wollten am 25. November ihre Waffen, Munition und Uniformen abgeben. Die Regierung verpflichtete sich laut Uribes Büro, die Entwaffnung zu unterstützen und den Kämpfern bei der Suche nach Arbeitsplätzen zu helfen. (APA/AP)