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Foto: Der STANDARD/dpa/Scherax
Salzburg/Wien - Für empfindliche Personen echte "Bösewichter": Hausstaubmilben gehören zu den Spinnentieren. Sie sind mit bloßem Auge nicht sichtbar, da sie lediglich 0,1 bis 0,5 Millimeter groß sind. In einem Gramm Hausstaub hat man im Rahmen von wissenschaftlichen Tests bis zu 4.000 Milben gezählt. Hausstaubmilben ernähren sich hauptsächlich von menschlichen und tierischen Hautschuppen. Diese finden sie in ausreichendem Maße z.B. in unseren Betten, Polstermöbeln, Teppichen, Plüschtieren und Haaren, ja sogar in Wimpern und Augenbrauen.

Geteiltes Biotop

Besonders gut gedeihen die Tierchen bei Temperaturen um 25 Grad Celsius und bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von rund 70 Prozent. Der Mensch verliert pro Tag ca. 1,5 Gramm Hautschuppen - diese Menge entspricht einem Tag Nahrung für 1,5 Millionen Milben. Nicht auf die Tiere selbst, sondern auf ihre Exkremente reagieren sensible Menschen dann allergisch.

Neben symptomisch wirkenden Arzneimitteln (Cortison-Sprays, Antihistaminika etc.) und der spezifischen Immuntherapie ("Allergie-Impfung") sollten Betroffene auch darauf achten, die Belastung durch die Hausstaubmilben-Allergene möglichst zu reduzieren.

Die wichtigsten Tipps:

- Die Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur sollte möglichst gering gehalten werden.

- Alle Räume, besonders das Schlafzimmer, täglich gut durchlüften.

- Luftbefeuchter von den Heizkörpern entfernen.

- Bettwäsche mindestens ein Mal wöchentlich wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.

- Milbenundurchlässige Allergieüberzüge für das Bettzeug können zusätzliche Erleichterung bringen.

- Kleidung und Schuhe nie im Schlafbereich wechseln.

- Das Haar nie im Schlafzimmer kämmen oder bürsten.

- Haustiere sollten nicht in das Schlafzimmer gelassen werden, noch besser: auf Haustiere ganz verzichten (sofern möglich).

- Keine Pflanzen (auch nicht mit Hydrokultur) im Schlafzimmer aufstellen.

- Feucht Staubwischen. Staubsauger mit Mikrofilter verwenden.

- Kuscheltiere regelmäßig im Tiefkühlfach (minus 20 Grad Celsius) über Nacht einfrieren oder noch besser in den Wäschetrockner geben - das tötet die Milben. (APA)