Brasilia - Spitzenpolitiker aus Lateinamerika und der Karibik haben bei einer Regionalkonferenz mit Geber-Organisationen in Brasilien einen fairen Zugang zu den Märkten der Industriestaaten gefordert. Das Ziel der Vereinten Nationen, die Armut und den Hunger in der Welt bis 2015 zu halbieren, werde scheitern, wenn die reichen Länder weiterhin protektionistische Handelsbarrieren gegen die Dritte Welt errichteten, erklärte der Arbeits- und Sozialminister Uruguays, Santiago Perez de Castillo, am Montag in Brasilia. Er appellierte insbesondere an die Vereinigten Staaten und die Europäische Union, ihre Märkte zu öffnen. "Die Menschen in Lateinamerika sind keine Bettler", betonte Perez. Man verlange lediglich, dass der internationale Handel auf dem Prinzip der Gerechtigkeit basiere. Bei der Konferenz in Brasilia steht die Frage im Mittelpunkt, wie das Ziel des UN-Millenniumsgipfels zur Halbierung der Armut konkret umgesetzt werden könnte. (APA/AP)