Ramallah - Die militante Palästinensergruppe Al-Aksa- Brigaden hat sich zu einem Anschlag bekannt, bei dem am Dienstagmorgen im Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet wurden. Dies geht aus einem Flugblatt hervor, das die Gruppe in Städten des Westjordanlands verteilte. Die Al-Aksa-Brigaden sind der bewaffnete Arm der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Yasser Arafat. Zuvor hatte bereits die radikale Palästinensergruppe Volksfront für die Befreiung Palästinas - Generalkommando (PFLP-GC) die Verantwortung für den Angriff übernommen.

Nach Angaben der Armee waren die Soldaten südlich von Jerusalem an einem Kontrollposten aus einem Hinterhalt beschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Sie starben später in einem Krankenhaus. Der Täter konnte fliehen. Die Armee drang daraufhin in mehrere arabische Dörfer in der Umgebung ein und riegelte die autonome Stadt Bethlehem vollständig ab.

Die Schüsse bringen nach Aussagen israelischer Politiker die Bemühungen um die Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Israel und den Palästinensern in Gefahr. Außenminister Silwan Shalom äußerte Zweifel, ob die in Kürze erwarteten Gespräche zwischen dem palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Korei und Israels Regierungschef Ariel Sharon noch stattfinden könnten. (APA/dpa)