Gent - Im dritten Jahrhundert nach Christi Geburt sind Germanen aus offensichtlich wirtschaftlichen Gründen ins Gebiet des heutigen Flandern ausgewandert. Das haben Archäologen der Universität Gent aus Funden einer Ausgrabungsstätte bei Dendermonde geschlossen, wie belgische Zeitungen am Dienstag berichteten. Auf der Müllhalde einer Römer-Siedlung fanden die Forscher die Reste handgefertigter Steingut-Töpfe, wie sie damals auch in Friesland benutzt wurden. "Die Friesen flüchteten in das flämische Scheldegebiet, weil es in ihrer Heimat zu nass wurde", sagte der Genter Archäologe Wim de Clercq. "Im Grunde waren sie eine Art von Wirtschaftsflüchtlingen." (APA/dpa)