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Foto: Reuters/Karpukhin
Moskau - Die Mumie des einbalsamierten sowjetischen Revolutionsführers Wladimir Lenin (1870 - 1924) kann nach Aussagen der betreuenden Wissenschaftler noch 100 Jahre und länger halten. "Der Körper ist sehr gut erhalten, und es gibt keine Anzeichen, dass er irgend wann verfallen wird", sagte der Leiter des Lenin-Mausoleums, Waleri Bykow, am Dienstag in Moskau zu einer alle eineinhalb Jahre fälligen Generaluntersuchung der Mumie. Das berühmte Grabmal an der Kreml-Mauer ist wegen der Tests bis Ende des Jahres geschlossen.

Derzeit keine Umbettung

Nach dem Ende der Sowjetunion hatte der damalige russische Präsident Boris Jelzin versucht, Lenin vom Roten Platz auf einen Friedhof umbetten zu lassen. Er war aber am Widerstand der Kommunisten gescheitert. Zurzeit spielt die Frage der Umbettung keine Rolle in der russischen Öffentlichkeit. Die Experten machten keine Angaben über den Zustand einzelner Körperteile Lenins. "Wladimir Iljitsch ist tot und kann nicht sagen, ob er damit einverstanden wäre, dass alle über seine Organe oder Körperteile Bescheid wissen", erklärte Bykow. Nach russischen Medienberichten erhielt Lenin bei der Untersuchung auch einen neuen Anzug. An der Konfektionsgröße habe sich seit 1924 nichts geändert, hieß es. (APA/dpa)