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Eine Serbin an der Wahlurne: die Beteiligung reichte bei weitem nicht

Foto: Reuters/Lazarevic
Belgrad - Die serbische Republikwahlkommission hat am Dienstag auch offiziell das - bereits dritte - Scheitern der Präsidentschaftswahl bestätigt. Nur etwas mehr als 2,5 Millionen Bürger bzw. 38,8 Prozent gaben ihre Stimme bei der Wahl am Sonntag ab. Damit wurde die notwendige 50-Prozentmarke eindeutig verfehlt.

nur 35 Prozent für Regierungskandidaten

Nach Angaben der Wahlkommission erhielt der Ultranationalist Tomislav Nikolic mit rund 1,1 Millionen bzw. 46,2 Prozent die meisten Stimmen. Der Kandidat der Regierungskoalition, Dragoljub Micunovic, erhielt etwa 890.000 bzw. 35,4 Prozent der Stimmen. Auf die weiteren vier Kandidaten entfielen jeweils weniger als zehn Prozent.

Die Neuwahl müsste laut Gesetz innerhalb von 60 Tagen abgehalten werden. Sie kann zur Zeit allerdings nicht ausgeschrieben werden, nachdem das Parlament vergangene Woche aufgelöst wurde. Erst nach der Konstituierung des neuen Parlaments (die Wahl findet am 28. Dezember statt) wird auch die Ausschreibung der Präsidentschaftswahl möglich sein. (APA)