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Mit dem Projekt Essen und Bildung will das Rote Kreuz helfen Kinder von der Straße wegzuholen

Foto: APA/ Barbara Walton
Wien - Hunger im Hause Europa: In Bulgarien leben 1,4 Millionen Buben und Mädchen in Armut. Darauf machte das Österreichische Rote Kreuz anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte (20. November) aufmerksam. Die Hilfsorganisation kombiniert in einem Projekt für Straßenkinder Essen und Bildung.

Eine warme Mahlzeit am Tag bekommen rund 300 Kinder als Belohnung für den Schulbesuch. "Das Projekt ist eine nachhaltige Investition in die Kinder. Sie lernen hier nicht nur sprichwörtlich für das Leben - Schulbildung ist die Voraussetzung für Arbeit und eine bessere Zukunft", sagte Rotkreuz-Generalsekretär Wolfgang Kopetzky.

Mit 77 Euro pro Jahr und Kind finanziert das Rote Kreuz seit 1989 die Zukunftschancen der Buben und Mädchen. Darin enthalten sind Schulutensilien, das tägliche Mittagessen, Winterkleidung und wenn notwendig Medizin.

71 Prozent Prozent Arbeitslose unter den Roma

Die Armut hat in Bulgarien auch eine ethnische Dimension. Von den 21 Prozent der Bevölkerung, die mit weniger als einem Euro am Tag auskommen müssen, sind ein Viertel Roma. Die Arbeitslosenrate unter den Roma beträgt 71 Prozent im Landesdurchschnitt. Als einen Grund dafür nennt der Entwicklungsbericht der UNO die schlechteren Chancen der ethnischen Minderheiten auf Ausbildung. Über die Hälfte (52 Prozent) der Kinder in dieser Volksgruppe sind unterernährt.

In Dobrich am Schwarzen Meer unterstützt das Jugendrotkreuz ein Tageskinderzentrum. Für 60 Kinder bietet das "Schloss der Freundschaft" ein Zuhause auf Zeit, in dem Minderjährige unterkommen, die von den Eltern verlassen wurden. Die pädagogische und psychologische Betreuung steht in der Tagesstätte im Vordergrund. Seit April 2000 haben 13 Kinder mit Unterstützung aus dem Heim die Schule gemeistert und eine Lehre begonnen. (APA)