Bild nicht mehr verfügbar.

Das vielleicht bekannteste Porträt Petrarcas

Foto: Archiv
Padua - Mehr als 600 Jahre nach dem Tod des italienischen Dichters Francesco Petrarca (1304-1374) haben Forscher dessen Leichnam exhumiert. Die italienischen Wissenschafter wollen versuchen, mit Hilfe der Knochen Kopf und Körper des großen Lyrikers des Spätmittelalters zu rekonstruieren. Unter anderem wollen sie klären, ob Petrarca tatsächlich wie angenommen 1,84 Meter groß war. "Er wäre damit für die damalige Zeit ein wahrer Riese gewesen", schrieb die Turiner Zeitung "La Stampa" am Mittwoch. In einem ersten Schritt entnahm das Forscherteam aus dem Grab im Dom von Arquà Petrarca in der Nähe von Padua die Gebeine des Toten. "Wir können nur hoffen, dass noch alle Knochenteile vorhanden sind", sagte ein Forscher. "Danach beginnt die eigentliche Herausforderung, wenn es gilt, alle Knochenteile des Schädels richtig zusammenzusetzen." Auch das Gesicht des Poeten wollen die Wissenschafter mit Computer-Hilfe nachbilden. Das Grab war in der Vergangenheit bereits mehrmals geöffnet worden. Unter anderem habe im 17. Jahrhundert ein Mönch den rechten Arm des Dichters gestohlen. (APA/dpa)