Die Strahlung von Mobilfunksendemasten bleibt einer neuen Studie des TÜV Nord zufolge weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Die Messwerte unterschritten in der Regel die von der Verbraucherzentrale NRW empfohlenen Vorsorgewerte, wie das von den Handynetzbetreibern gegründete Informationszentrum Mobilfunk am Mittwoch mitteilte. "Von einer gesundheitlichen Gefährdung kann bei diesen geringen Feldstärken keine Rede sein", bewertete der Biologe Andreas Wojtysiak von der Universität Witten-Herdecke die Ergebnisse.

Nur 0,09 Prozent des gültigen Grenzwertes

Der Mobilfunkverein hatte für die Messungen in Nordrhein-Westfalen 20 Kommunen aufgefordert, selbst Standorte und Messpunkte zu benennen. Gemessen worden sei daher vorwiegend in Kindergärten, Schulen und Kliniken, aber auch in Wohngegenden, erklärte der Verein. Dabei hätten die TÜV-Experten an über 100 Messpunkten nur elektromagnetische Felder in minimaler Höhe gefunden. Selbst der höchste ermittelte Wert erreiche bei maximaler Auslastung der Mobilfunkanlage nur 0,09 Prozent des gültigen Grenzwertes bezogen auf die Leistungsflussdichte.

Detaillierte Ergebnisse der Messreihe können ab Dezember in der Gesamtdokumentation der TÜV-Studie auf den Internetseiten des Informationszentrums Mobilfunk abgerufen werden. (APA/AP)