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Park City - "Blind war ich sicher nicht, eingeschränkt schon." Auch ein Bode Miller hat's nicht leicht dieser Tage, den amerikanischen Skistar plagen Probleme mit dem Sehvermögen. Miller, Sieger beim Weltcupauftakt vor drei Wochen in Sölden, brachte soeben eine Augenoperation hinter sich, schließlich muss die Optik stimmen bei der Arbeit mit den Stangen.

Am Wochenende muss er in Park City, Utah, wieder Weltcuprennen fahren, einen Riesentorlauf und einen Slalom auf Kunstschnee gilt es zu bewältigen. Im Lager der österreichischen Läufer verliefen die letzten Trainingseinhei- ten in Beaver Creek und Loveland ohne besonderen Vorkommnisse, Grund zur Euphorie besteht deswegen nicht, weil: "Es sind ziemlich viele bedient. So richtig rund lief es nicht", sagt ÖSV-Trainer Andi Evers. Was Wunder, Hermann Maier trainiert mit gebrochener Rippe, Stephan Eberharter, der sich eben erst von einer Grippe erholt hat, klagt jetzt über Rückenprobleme. Benjamin Raich schmerzt das Knie, starten will er trotzdem "auf jeden Fall".

Vielleicht ist es angesichts der Verletztenmisere so gar nicht das Schlechteste, dass die letzten Renntests ausfielen, ein Testslalom in Beaver Creek fiel dem Wetter zum Opfer, auf die beiden weiteren Slaloms gestern und heute in Winter Park verzichteten Maier und Co freiwillig, al- lerdings nicht wegen ihrer Schmerzen. "Die Ersatzstrecke ist ein besserer Fußballplatz. Wir erachten ein anderes Training als sinnvoller als ein Rennen auf einer Langlaufloipe", sagt Slalom-Chef Gert Ehn. Bei den Mannschaftsaufstellungen für die beiden Läufe gibt es keine Überraschungen, im Riesentorlauf startet jene Truppe, die schon in Sölden zugange war (Knauß, Schilchegger, Ch. Mayer, Raich, Gruber, Eberharter, Maier, Schifferer, Schönfelder) plus zweier über den Europacup qualifizierte Läufer, Patrick Bechter und Stephan Görgl.

Für den Slalom fix gesetzt sind Exweltmeister Mario Matt und Abfahrts-Weltmeister Michael Walchhofer, außerdem noch Schönfelder, Pranger, Raich, Schilchegger, Albrecht und Marinac. Zwischen Florian Seer und Kurt Engl gibt es eine interne Ausscheidung um den letzten freien Platz. (sjk, APA, DER STANDARD Printausgabe 20.11.2003)