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Die Regierung hat Präsidentin Chandrika Kumaratunga ein Versöhnungsangebot unterbreitet: Man wolle sämtliche Meinungsverschiedenheiten vergessen und die Partei der Präsidentin an den Entscheidungsprozessen beteiligen.

Foto: Reuters/Zainal Abd Halim
Colombo - Im Streit mit Präsidentin Chandrika Bandaranaike Kumaratunga um die Friedensverhandlungen mit den Tamilen-Rebellen hat die Regierung in Sri Lanka ein Versöhnungsangebot gemacht. Die Regierung sei bereit, sämtliche Meinungsverschiedenheiten mit Kumaratunga zu vergessen und deren Partei an den Entscheidungsprozessen zu beteiligen, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag in Colombo. Es werde ein Komitee eingesetzt, das Vorschläge für die Machtteilung unterbreiten solle. Ein Waffenstillstand mit den Rebellen sei nun in Kraft und es gehe nun darum, politische Lösungen zu finden. Dabei könne die Opposition eine wichtige Rolle spielen. Kumaratunga wirft der Regierung von Ministerpräsident Ranil Wickremesinghe vor, den Rebellen in den international als erfolgreich bewerteten Verhandlungen zu viele Zugeständnisse gemacht zu haben. Vor zwei Wochen löste Kumaratunga das Parlament auf, suspendierte drei Minister und verhängte den Ausnahmezustand. Norwegen, das in den Friedensverhandlungen vermittelt, setzte seine Bemühungen vergangene Woche aus. (APA)