Wien - Der Besucher schwebt in körperwarmer Sole, abgeschirmt von allen Außenreizen - das Ziel ist tiefe Entspannung: Im Wiener Radisson SAS Palais Hotel am Parkring hat das nach Angaben der Betreiber erste Floatarien-Center Mitteleuropas eröffnet. Die Vendome Erlebniswelt für Körper, Geist und Seele will gestressten Großstädtern auf 500 Quadratmetern Zuflucht in Form einer Oase des Wohlbefindens bieten.Salzwasserbad wie im Toten Meer

Beim Floating treibt der Körper durch den hohen Mineraliengehalt des Salzwasserbades wie im Toten Meer auf der Oberfläche. Ein ausgeklügeltes Zu- und Abflusssystem verhindert, dass man an den Beckenrand der sieben Quadratmeter großen Wanne stößt. Das Erlebnis der Schwerelosigkeit, verbunden mit Stille und Dunkelheit, soll einen Grad des Relaxens ermöglichen, den man sonst nur bei der Meditation erreicht.

Glückshormone nach einer Stunde "Floaten"

Bei regelmäßigem "Floaten" - eine "Einheit" dauert eine Stunde - kommt es laut Vendome-Chef Martin Juch zu einer vermehrten Ausschüttung von Glückshormonen, gleichzeitig werde die Freisetzung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol vermindert. Der erhöhte Endorphinspiegel soll über mehrere Tage anhalten.

Entwickelt in den fünfziger Jahren

Entwickelt wurde das Floating-Schwebebad schon in den fünfziger Jahren durch den amerikanischen Neurophysiologen John Lilly. Seither ist diese Art der Tiefenentspannung u.a. auch unter den Bezeichnungen Samadhitank oder Isolationstank bekannt. Einige heimische Schauspielpromis haben sich schon überzeugen lassen: "Eine Möglichkeit, Zeit für mich zu haben", meint Sabine Petzl. "Kreativität ist nur möglich im Zustand des Dialoges mit der eigenen inneren Stimme. Ein einzigartiger neuer Weg, dorthin zu gelangen, ist das Floatarium", sagt Andrea Eckert. "Als ich wieder aufwachte, wusste ich, ich mache alles richtig", so Krista Stadler.

Körperreisen im Vendome Neben der schwerenlosen Reise ins Ich werden im Vendome aber auch Klassiker der "passiven Körper- und Energiearbeit" offeriert: Massagetechniken wie das hawaiianische Lomi Lomi, indisches Ayurveda, Bo-Tech, Nuat, Muschel Balance oder Shiatsu bauen Stress und Verspannungen auch bei jenen Menschen ab, die nicht so gern für längere Zeit still und allein mit sich im Dunkeln sind. (APA)