Novell
Provo - Der US-Softwarekonzern Novell hat zum Abschluss seines Geschäftsjahres vor allem wegen eines schrumpfenden Lizenzgeschäfts höhere Verluste gemacht. In dem Ende Oktober abgeschlossenen Schlussquartal stieg das Minus auf 109 Millionen Dollar von 91,7 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Da das Geschäft mit Softwarelizenzen um 25 Prozent auf 70,5 Millionen Dollar einbrach, sank auch der Gesamtumsatz um 4,5 Prozent auf 286,7 Millionen Dollar.

Novells Kernprodukt "NetWare" habe weiter Marktanteile verloren, sagte Finanzchef Joe Tibbetts. Insgesamt sank der Umsatz im Lizenzgeschäft im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 17 Prozent auf 265,26 Millionen Dollar.

Gesamtumsatz relativ stabil

Der Gesamtumsatz blieb mit 1,11 Milliarden Dollar (2002: 1,13 Mrd Dollar) relativ stabil. Der Jahresverlust sank dank der stärkeren ersten Quartale auf 161,9 Millionen Dollar von 246,8 Millionen Dollar im Vorjahr.

Das Software-Unternehmen aus dem Mormonenstaat Utah hatte erst kürzlich das Nürnberger Unternehmen SuSE Linux für 210 Millionen Dollar übernommen. Wenige Monate zuvor übernahm Novell mit Ximian einen der führenden Anbieter für Linux-Lösungen auf PC-Arbeitsplätzen und Servern.

Mit den jüngsten Käufen habe Novell wichtige Unternehmensschritte eingeleitet, sagte Novell-Chef Jack Messman. "Wir glauben dass die Open-Source-Bewegung damit schneller und mit mehr Schwung an Popularität gewinnen wird." Novell verspricht sich von der jüngsten Einkaufstour einen besseren Stand im harten Wettbewerb mit Microsoft. (APA/dpa)