Rabat - Ein Gericht in Marokko hat 41 islamische Extremisten wegen Terrorismus zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Richter in Rabat verhängten am Samstag gegen 15 der Angeklagten Haftstrafen von je 20 Jahren, die restlichen Angeklagten erhielten Gefängnisstrafen zwischen zwei und 15 Jahren. Nach Auffassung der Richter hatten die Verurteilten als Mitglieder einer "Terrorzelle" in der südmarokkanischen Stadt Agadir Terroranschläge geplant, Geld zur Finanzierung der Anschläge einzutreiben versucht und Kriminellen Unterschlupf gewährt.Die Zelle sei Teil der Extremistengruppe "Salafistischer Jihad" gewesen, der die Anschlagsserie in der Hafenstadt Casablanca vom Mai mit 45 Toten zur Last gelegt wird. Die Verteidiger hatten auf Freispruch aus Mangel an Beweisen plädiert. Drei Angeklagte wurden freigesprochen, gegen einen weiteren wurde eine Geldstrafe verhängt. (APA)