Der Deutsche Medienpreis 2003 geht an UN-Generalsekretär Kofi Annan. Der 65-Jährige stehe "wie kein anderer Politiker für den Grundgedanken der Vereinten Nationen, nach einer besser organisierten und friedlicheren Welt zu suchen", erklärte die Jury in ihrer am Sonntagabend in Baden-Baden veröffentlichten Begründung. Deutsche Chefredakteure wählen jedes Jahr im Auftrag des Unternehmens Media Control Persönlichkeiten als Preisträger aus, die sich beispielhaft in Gesellschaft, Medien und Politik engagiert haben.

Gerade vor dem Hintergrund der Irak-Krise blickten immer mehr Menschen auf die Vereinten Nationen und Annan als letzte moralische Instanz, heißt es in der Begründung. Annans Sprache sei einfach, klar, wegweisend und überzeugend. Seine wichtigste Mission sei es, den armen Menschen unserer Erde zu helfen. "Kofi Annan ist heute einer der wichtigsten und entscheidendsten Politiker der Welt", erklärte die Jury.

Der Preisträger soll die Auszeichnung am 21. Jänner 2004 in Baden-Baden entgegennehmen. Die Laudatio soll der frühere US-Präsident Bill Clinton halten. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Helmut Kohl (1993), Francois Mitterrand (1994), Izchak Rabin, Jassir Arafat (1995), Boris Jelzin (1996), König Hussein von Jordanien (1997), Nelson Mandela (1998), Bill Clinton (1999), Gerhard Schröder (2000), Rudolph Giuliani (2001) sowie die Königinnen Silvia von Schweden und Rania von Jordanien (2002). (APA)