Von Warnstreiks begleitet sind am Montag in Frankfurt die Tarifverhandlungen für die knapp 15.000 Redakteure in deutschen Tageszeitungen fortgesetzt worden. Die Journalistengewerkschaften DJV und ver.di drohen mit Arbeitskampf, falls auch die dritte Runde keine Lösung bringt. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) fordert unter anderem längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub und weniger Urlaubsgeld. Die Gewerkschaften lehnen eine generelle Absenkung des Tarifniveaus ab und bieten Öffnungsklauseln an.

Protestaktion

Zu Protestaktionen kam es unter anderem in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen, wo einige Zeitungen von mehrstündigen Warnstreiks betroffen waren. In Nordrhein-Westfalen war zudem bei 26 Tageszeitungen im Ruhrgebiet und angrenzenden Regionen zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen worden.

ver.di und der DJV haben den Zeitungsverlegern angeboten, auf Basis des Flächentarifvertrages beschäftigungssichernde Vereinbarungen zu treffen, um tatsächlich in Not geratenen Häusern zu helfen. Falls der Mantel- und Tarifvertrag wieder in Kraft gesetzt werde, stellt ver.di zudem moderate Gehalts- und Honorarerhöhungen in Aussicht. (APA/dpa)