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Bringt Lugner seine "Zahlungsstockung" bis Freitag nicht unter Kontrolle, wird der Konkurs eröffnet

Foto: APA/Gindl
Wien - Der Countdown für den mit Zahlungsproblemen kämpfenden Wiener Baumeister Richard Lugner läuft: Bis kommenden Freitag muss er dem Gericht bescheinigen, dass alle Forderungen bezahlt sind oder dass die Gläubiger in entsprechende Stundungen eingewilligt haben. Gelingt dies nicht, kann Lugner noch bis Ende der Woche einen Ausgleich beantragen und damit den gegen ihn eingebrachten Konkursantrag abwenden. Andernfalls wird das Insolvenzgericht den Konkurs eröffnen.

Stockung

Lugner hatte zuletzt betont, seine Verbindlichkeiten mit Hilfe eines Bankkredits in Höhe von 4,5 Mio. Euro voll bezahlen zu wollen. Er sei nicht zahlungsunfähig, es liege lediglich eine Zahlungsstockung vor.

Lugner müsste jedenfalls dieser Tage zahlen, damit der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) in der Lage sei, dem Gericht die Bezahlung bis 28. November zu bestätigen, betonte KSV-Insolvenzspezialist Hans-Georg Kantner. Wie berichtet hat der KSV den von ihm vertretenden Gläubigern empfohlen, auf Vollzahlung zu bestehen.

"Sale & Lease-Back"

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) hatte am 20. Oktober d.J. im Namen von einigen Gläubigern gegen Richard Lugner Konkursantrag gestellt. Lugner hat angekündigt, mit einer "Sale & Lease-Back"-Variante für die Lugner-City die Liquidität des Unternehmens zu verbessern und seine Verbindlichkeiten zu bezahlen. Er selber hat sein Vermögen in seiner Privatstiftung liegen und besitzt lediglich eine Liegenschaft in der Mollardgasse im 6. Wiener Gemeindebezirk.

Dem KSV liegen zwischen 80 und 100 Forderungen im Ausmaß von etwa 700.000 Euro vor. Es werde laufend bezahlt, so Kantner. Bis Freitag vorlegen müsse Lugner auch seinen Unternehmensstatus, den er bis jetzt noch nicht herausgegeben habe. (APA)