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Bild: Reuters, Montage: Webstandard

Der Windows XP-Nachfolger Longhorn wird zwar wie berichtet zahlreiche Neuheiten in sich haben, bis das Betriebsystem aber tatsächlich erhältlich ist, wird noch einige Zeit vergehen. Genaue Termine zum Erscheinungsdatum gibt es keine, Microsoft hüllt sich in Schweigen. Mittlerweile erscheint jedoch schon ein Start Anfang 2005 als unrealistisch (Der Webstandard berichtete).

Warten auf Longhorn

Diese lange Wartezeit auf die nächste Windows-Version könnte nun zum großen Vorteil des ewigen Konkurrenten Linux werden und entscheidend zum Durchbruch von Linux auf dem Desktop beitragen.

Linux forcieren

Wie das US-Magazin InfoWorld berichtet, wollen große US-Konzerne wie IBM, Sun Microsystems, Hewlett-Packard und Dell aber auch RedHat und Novell das kommende Jahr nutzen, um die Verbreitung von Linux zu forcieren. Infoworld bezieht sich dabei auf einen Manager, der in die Linux-Strategien mehrerer Unternehmen eingeweiht ist, namentlich aber nicht genannt wird.

Umstieg

"Es steht außer Frage, dass die Zahl der Anfragen nach Linux-Desktops steigt", ist sich Scott Handy, verantwortlich für die Linux-Strategie bei IBM, sicher. Bei dem Umstieg auf Open-Source-Systeme handelt es sich nicht um kurzfristige Maßnahmen zur Einsparung von IT-Budgets, vielmehr dreht es sich bei einen Umstieg um einen Bestandteil geplanter Änderungen in der Architektur von Unternehmensnetzen in den kommenden drei bis fünf Jahren.

Support für Linux-Installationen

Zudem plant zum Beispiel IBM die Einführung eines umfangreichen Support-Programms für Linux-Installationen auf den Arbeitsplatzrechnern in Unternehmen, auch HP und Dell werden spätestens auf der Fachmesse LinuxWorld ähnliche Angebote in ihrem Programm haben.

RedHat

Auch der Linux-Distributor RedHat hat eine neue Desktop-Varianten des freien Betriebssystems angekündigt. Dabei will man sich vor allem auf höhere Sicherheit und das Nutzer-Management konzentrieren, so der RedHat -Marketing-Chef John Young.

Novell

Aber auch Novell wird eine gewichtige Rolle eingeräumt. Angeblich soll das Unternehmen mit dem Abschluss des Kaufes des deutschen Distributors SuSE die Kombination des Ximian-Desktops mit einer erweiterten Variante von SuSE Linux 9 planen. Die Zusammenarbeit des Betriebssystems mit Novells Server-Systemen würde dabei als Pluspunkt gelten.

Emulatoren

Schließlich dürfen auch nicht die Hersteller von Emulatoren wie zum Beispiel Wine außer Acht gelassen werden. Dieses Spiel auf Zeit nützt nämlich vor allem ihnen, denn sollte sich Longhorn erheblich verspäten, werden zum Erscheinungsdatum bereits eine Vielzahl von Windows-Programmen unter Linux ausführbar sein. (red)