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Gerichtszeichnung des Angeklagten.

Foto: EPA/GUENTHER ROEDER
Düsseldorf - Im ersten Terror-Prozess in Deutschland gegen die islamistische Organisation Al Tawhid hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht den Angeklagten Shadi Moh'd Mustafa Abdalla am Mittwoch zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt. Der 27-jährige war nach eigener Aussage früher Leibwächter von Osama bin Laden, dem Führer der Terrororganisation El Kaida. Das Gericht sah es nach fünfmonatiger Hauptverhandlung als erwiesen an, dass der geständige Mann als Mitglied einer deutschen Zelle der islamistischen Al-Tawhid-Bewegung an der Planung von antijüdischen Anschlägen in Berlin und Düsseldorf beteiligt war. Der Staatsschutzsenat befand den Angeklagten der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie der Passfälschung für schuldig. Er hatte nach eigenem Geständnis Anschläge auf eine jüdische Einrichtung in Berlin sowie eine Discothek und eine Gaststätte in Düsseldorf geplant. (APA/AP)