Nach stundenlanger Suche gelang es der Wiener Polizei am Mittwoch gegen 18.30 Uhr, einen mutmaßlichen Bankräuber zu fassen. Er soll die Filiale der Volksbank in der Hütteldorfer Straße 110 in Wien-Penzing gegen 14.00 Uhr mit Waffengewalt überfallen haben. Mit einer Pistole bedrohte er die Angestellten und flüchtete mit einer Beute in der Höhe von etwa 13.000 Euro. Offenbar handelte es sich um denselben Täter, der gestern an der gleichen Stelle zugeschlagen hat, so die Exekutive.

40 Einsatzkräfte

Da der Filialleiter bemerkt hatte, dass der Verdächtige in ein nahe gelegenes Haus gerannt war, riegelte die Polizei einen Wohnblock in der Märzstraße in der Nähe des Tatortes ab. Die Beamten gingen von Wohnung zu Wohnung, um den Verdächtigen zu finden. Rund 40 Einsatzkräfte riegelten den Bereich großräumig ab.

Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann, von dem es vorerst keine näheren Angaben gab, schließlich in einer Wohnung des Hauses Märzstraße 130 ausfindig gemacht. Dem Vernehmen nach ließ er die Festnahme ohne Widerstand über sich ergehen.

Straßenbahn betroffen

Von den stundenlangen Absperrungen war neben dem Autoverkehr auch die Straßenbahn betroffen: Die Linie 10 wurde zur Schnellbahnstation Breitensee umgeleitet. Sie fuhr laut Wiener Linien ab 18.32 Uhr nach mehreren Stunden Unterbrechung wieder durch die Reinlgasse, die während der Suche von der Polizei blockiert gewesen war.

Bereits am Dienstag hatte ein Unbekannter die selbe Bank überfallen. Allerdings explodierte ein unter die Beute gestecktes Alarmpaket unweit des Geldinstitutes. Die Ermittler vermuten, dass es sich um den selben Täter handelt. (APA)