Washington - US-Wissenschaftlern ist es gelungen, das erste Gen zu isolieren, das direkt mit dem Entstehen von Herzinfarkten in Verbindung gebracht werden kann. Wie der Kardiologe Eric Topol von der Cleveland Clinic mitteilte, fand sich das Gen bei Mitgliedern einer großen Familie im Staat Iowa, in der seit Generationen Herzinfarkte und andere Erkrankungen am Herzen auftreten.

Das als "MEF2A" bezeichnete Gen spielt eine Rolle beim Schutz der Arterienwände vor Ablagerungen, die den Blutfluss behindern und damit zu Herzinfarkten führen können. "Dies ist das erste Herzinfarkt-Gen", sagte Topol. Jeder, bei dem dieses Gen durch eine Mutation verändert sei, sei für die Krankheit anfällig. Das Wissenschaftsmagazin "Science" berichtet in seiner jüngsten Ausgabe über die Entdeckung vom Freitag.

Die Wissenschaftler unter Leitung Topols untersuchten die Gene von rund 100 Mitgliedern der Familie in Iowa. Dabei fanden sie heraus, dass alle Angehörigen mit einer Herzerkrankung ein defektes MEF2A-Gen hatten. (APA/AP)