Oslo - Zwei Hundewelpen, die der kirgisische Präsident Askar Akajew seinen norwegischen Gastgebern, König Harald V. und Premier Kjell-Magne Bondevik als Geschenk mitgebracht hat, sorgen beim Protokoll für intensives Kopfzerbrechen. Angaben der norwegischen Zeitung "Dagbladet" zufolge wollen weder König noch Ministerpräsident die wertvollen Hunde - es handelt sich um zwei Welpen der raren und anscheinend vom Aussterben bedrohten kirgisischen Windhunderasse Taigan - so recht haben. Akajew befindet sich seit Mittwoch auf Staatsbesuch in Norwegen.

"32" und "34"

Derzeit befinden sich die beiden noch namenlosen Welpen (laut Stammbaum-Nummer "32" und "34") wegen der strengen norwegischen Bestimmungen in Quarantäne. Laut "Dagbladet" bemühen sich derzeit Diplomaten um eine Lösung. Als wenig wahrscheinlich gilt, dass die beiden 13 Wochen alten Tiere mit Akajew und der 65 Personen umfassenden kirgisischen Delegation wieder die Heimreise antreten werden.

Was mit den Taigans nach der vierwöchigen Quarantäne passiert, steht somit in den Sternen. Nachdem "Dagbladet" aber bereits entzückende Fotos der beiden schwarzen Welpen mit den weißen Pfoten veröffentlicht hat und seine Leser dazu aufrief, Namensvorschläge für "Nummer 32" und "Nummer 34" zu unterbreiten, sollte es an potenziellen "Frauerln" und "Herrln" nicht fehlen. (APA)