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Fahrplan 2004 mit einigen Preiszuckerln.

Foto: ÖBB/APA
Wien - Die Billigairlines setzen nicht nur den großen Fluggesellschaften, sondern auch den ÖBB zu. Im Schnitt zehn Prozent weniger Passagiere fuhren in diesem Jahr von und nach Deutschland mit dem Zug. Mit Sonderpreisen und schnelleren Verbindungen wollen die Bundesbahnen jetzt gegensteuern.

Beispielsweise mit der Ausweitung des 29-Euro-Tarifs auf die Schweiz. Wie bereits für bestimmte Ziele in Deutschland und Italien, wird es die kontingentierten Billigplätze auch nach Zürich geben. Günstiger werden, zumindest kurzfristig, auch Autoreisezüge nach Deutschland: Bis Ende März kostet das Ticket von Wien nach Hamburg, Düsseldorf und Berlin samt eigenem Pkw 49 Euro.

Mit dem am 14. Dezember in Kraft tretenden (und ein Jahr gültigen) Fahrplan kommen auch neue Züge dazu, bestehende werden teils schneller, versicherte am Freitag ÖBB-Vorstandsdirektor Ferdinand Schmidt bei der Präsentation in Wien. Beispielsweise neu: ein Zug von Dortmund über Bregenz nach Innsbruck, hier hofft man auf die deutschen Skifahrer als Kunden.

Zügige Nachbarschaft

Angesichts der EU-Osterweiterung wollen die ÖBB ebenfalls ihre Züge in Position bringen. Zwischen Wien und den Nachbarn Tschechien, Slowakei und Ungarn wird es mehr Verbindungen geben, auch von Graz aus wird es neue Angebote Richtung Süden und Osten geben.

Im innerösterreichischen Fernverkehr wird ebenfalls der Komfort erhöht, versprach Schmidt. Sechs neue so genannte ÖBB-EC sollen auf der Südbahnstrecke eingesetzt werden.

Diese Züge haben moderneres Wagenmaterial, Raucher sollten allerdings die 1. Klasse meiden. Wie DER STANDARD berichtete, sind die 1.-Klasse-Waggons offene Abteile, in denen nicht geraucht werden darf. Es gibt zwar geschlossene Viererabteile, in denen man der Nikotinsucht frönen kann, diese Abteile nennen sich allerdings Businessclass und kosten 15 Euro extra.

Doch nicht nur für die voll zahlenden Geschäftskunden, sondern auch für die Pendler sollen bessere Zeiten anbrechen. Ab Jänner werden insgesamt 131 neue Nahverkehrsgarnituren in Betrieb genommen, 111 davon sind die "Talent"-Züge des Herstellers Bombardier. Michael Möseneder/DER STANDARD, Printausgabe 29./30.11.2003)