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Foto: apa/epa/stratmann
Gülzow - Das Unternehmen Invent arbeitet an der Entwicklung eines innovativen Motorradhelm aus Naturverbundstoffen, ein Kajak und ein Messestand sind bereits fertig entwickelt. Ziel ist es, die Kombination aus Naturfasergewebe und Pflanzenölmatrix für die Serienproduktion von Massengütern reif zu machen.

Experten sind sich einig darüber, dass Naturfaserverbundwerkstoffe ein großes Potenzial haben. Da die Fasern von Flachs oder Hanf nicht nur sehr stabil, sondern auch leichter als Glasfasern sind, stoßen sie bei der Industrie auf zunehmendes Interesse. In eine Matrix aus fossilen Rohstoffen eingebettet, haben sich Naturfasern in Verbundwerkstoffen daher in einzelnen Produkten bereits etabliert.

Technisch wesentlich anspruchsvoller und bisher nur in wenigen Anwendungen realisiert, ist eine Matrix aus verschiedenen nachwachsenden Rohstoffen. Eines der Ziele ist es daher, Materialien so zu konzipieren, dass sie in gängigen Verfahren der Kunststoffindustrie verarbeitet werden können. Zentrale Aufgabe im Rahmen des Projekts ist es, anhand von Prototypen die wissenschaftlichen Voraussetzungen für die breite Nutzung des Materials zu schaffen. Während etwa bei einem Kajak vor allem am Feuchtigkeitsverhalten des Verbundwerkstoffs gearbeitet werden muss, soll ein Messestand die Eignung der Bioverbunde für repräsentative Zwecke belegen.

Voraussetzungen

Für die Herstellung des Motorradhelmes sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen: Hohe Stabilität und Entsprechung sämtlicher gängiger Normen. Da der Bioverbund die Chance bietet, den Helm leichter zu machen und seinen Tragekomfort zu erhöhen, zeigt auch die Industrie großes Interesse am neuen Werkstoff. Ziel des Praxispartners Schuberth Engineering ist es, mit dem Motorradhelm aus Bioverbund in Serie zu gehen. (pte)