Wien - Einbußen mussten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) durch die Billigairlines hinnehmen. Besonders im Grenzverkehr gab es um die zehn Prozent Verlust. Der ab 14. Dezember geltende, neue Fahrplan, der am Freitag in Wien präsentiert wurde, soll den Fluglinien jetzt Konkurrenz machen. So wird es Billigtickets nach Deutschland, Italien und der Schweiz um 29 Euro geben. Aber auch das Angebot für Reisen in die östlichen Nachbarländer wurde verbessert.

Um die Konkurrenzfähigkeit zu beweisen, nannte ÖBB-Vorstandsdirektor Ferdinand Schmidt eine Neuerung. "Mit der beschleunigten Frühverbindung EC 116 ist man in etwa vier Stunden in München." Am späten Nachmittag gebe es einen Retourzug. "Das ist eine ideale Verbindung für Geschäftstermine und Tagesausflüge", sagte Schmidt. Damit wolle man gegen den Trend des günstigen Fliegens ankämpfen.

Schnell in den Osten

Auch die Autoreisezüge nach Hamburg, Düsseldorf und Berlin wurden nicht nur verbessert. Bis 31. März 2004 kann die Pkw-Mitnahme um 49 Euro genutzt werden.

Angebotsverbesserungen gab es verstärkt bei den Reisen in die östlichen Nachbarstaaten. Neue, schnelle Direktverbindungen nach Zagreb, Budapest, Prag und Kosice werden im Nahverkehr durch die Einrichtung von Taktverkehren nach Györ, Preßburg und Ödenburg ergänzt. Mit dem CityStar-Ticket kann man ab sofort auch nach Ungarn, Kroatien, Slowenien, Tschechien, Polen und in die Slowakei um 25 Prozent ermäßigt unterwegs sein. Geplant ist die Ausweitung auf Serbien und Montenegro.

Jugendferiennetzkarte

Ein weiteres Angebot, günstig in die EU-Beitrittländer zu reisen, ist die Jugendferiennetzkarte, die es bereits seit zwei Jahren gibt. Mit der Karte wird jetzt auch die Fahrt in die östlichen Länder möglich sein.

Den Stau beim Weihnachtseinkauf entschärfen soll der Shopping-Pass. Mit diesem Ticket ist es möglich, ab 14,90 Euro an allen vier Einkaufssamstagen die Bahn für Hin- und Rückfahrt zu nutzen.

Investiert hat die ÖBB auch in Wagenmaterial: Zwölf neue Eurocityzüge werden hauptsächlich auf der Südbahn eingesetzt. Zudem wurden für den Nahverkehr 111 Elektrotriebwagen und 20 Dieseltriebwagen bestellt. Die Auslieferung erfolgt im Jänner 2004.(APA)