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Diakonie-Direktor Chalupka: Notunterkünfte bereits übervoll

Foto: REUTERS/Herwig Prammer
Wien - Bei der Landeshauptleutekonferenz könnte am kommenden Montag in Seefelden (T) endgültig eine Einigung zwischen Bund und Ländern über die Grundversorgung von Flüchtlingen unter Dach und Fach gebracht werden. Die evangelische Diakonie appellierte am Freitag an die Beteiligen, für eine zügige Umsetzung zur sorgen. Dazu gehöre auch, dass bis zum Inkrafttreten eine sofortige Interimslösung geschaffen werde, die die Obdachlosen von der Straße hole, so Diakonie-Direktor Michael Chalupka. "Geschieht dies nicht, wird in Kauf genommen, dass zwischenzeitlich Asylsuchende auf der Straße erfrieren." Die von der Gemeinde Wien in der vergangenen Wochen bereitgestellten Notquartiere seien zwar ein gut gemeinter Ansatz, hätten aber leider nur vorübergehend die Situation entschärft, so Chalupka. Die Notunterkünfte seien bereits übervoll. Unter den obdachlosen Flüchtlingen befänden sich auch Familien und Frauen mit Kindern. Der Flüchtlingsdienst der Diakonie habe daher wieder Matratzenlager im Keller des Notquartiers in der Wiener Grimmgasse einrichten müssen. Chalupka appellierte deshalb erneut an alle Verantwortlichen in Bund und Ländern umgehend weitere Übergangs-Notlösungen zu schaffen, "um eine humanitäre Katastrophe zu vermeiden". (APA)