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Mittlerweile liegt die Unglücksnacht mehr als sechs Jahre zurück.

Foto: APA/epa/Stillwell
Paris - Mit Freisprüchen für drei Fotografen ist am Freitag in Paris der bisher einzige Prozess im Zusammenhang mit dem tödlichen Autounfall von Prinzessin Diana in Paris vor sechs Jahren zu Ende gegangen. Die Angeklagten hatten in der Unglücksnacht des 31. August 1997 Bilder von der sterbenden Prinzessin und ihrem in den Trümmern des Mercedes' ums Leben gekommenen Begleiter Dodi al Fayed gemacht. Die Anklage lautete auf Verletzung der Privatsphäre. Die Staatsanwaltschaft hatte Bewährungsstrafen gefordert.

Vor dem Strafgericht ging es nicht um die Umstände des Unfalls. Diese Akte hat die französische Justiz vergangenes Jahr endgültig geschlossen. Ein Untersuchungsrichter sah bei den Fotografen lediglich eine moralische Schuld und stellte die Ermittlungen ein.

Hintergrund

Mehrere Bildjournalisten hatten den Wagen Dianas vom Hotel Ritz am Vendome-Platz aus auf Motorrädern verfolgt. Der betrunkene Fahrer Henri Paul steuerte die Limousine mit mehr als 126 Stundenkilometern in den Tunnel unter der Alma-Brücke an der Seine. Der Wagen prallte gegen den 13. Pfeiler. Dodis Vater Mohamed Al Fayed hatte 2002 vergeblich das oberste französische Strafgericht angerufen, um die These von der Alleinschuld Pauls anzufechten.

Verletzung der Privatsphäre nicht gegeben

Der aus Ägypten stammende Milliardär erstattete gegen die Fotografen Anzeige wegen Verletzung der Privatsphäre. Das britische Königshaus schloss sich dem nicht an. Daher ging es in dem Pariser Prozess nur um die Fotos von Dodi Al Fayed, die wie die Bilder der schwer verletzten Diana von der Justiz beschlagnahmt und bislang nicht veröffentlicht wurden. Den drei Fotografen - zwei Mitarbeitern von Fotoagenturen und einem freien Reporter - drohte eine Höchststrafe von ein Jahr Gefängnis und eine Geldstrafe bis 45.000 Euro. Die Ermittlungen gegen fünf weitere Fotografen waren eingestellt worden. (APA)