Das Modell der Ganztagsschule ist ein pädagogisches Konzept, das Phasen des Unterrichts, der Erholung, des Essens, des Spielens und der Förderung miteinander verschränkt und dem Lebensrhythmus von Kindern angepasst in der Schule organisiert.

Ganztagsschule ist nicht gleich bedeutend mit der Gesamtschule, die ideologisch noch mehr polarisiert. Die SPÖ fordert sie seit Jahrzehnten so vehement wie sie die ÖVP ablehnt. In der Gesamtschule werden alle Zehn- bis 14-Jährigen gemeinsam unterrichtet, während jetzt die schulische Selektion bereits nach der Volksschule stattfindet (Hauptschule, AHS).

Ein Teil der üblichen Halbtagsschulen wird als Tagesheimschulen geführt, in denen es freiwillige Nachmittagsbetreuung gibt. Der Schultag ist dort aber im Gegensatz zur Ganztagsschule getrennt in einen Unterrichtsblock am Vormittag und einen nachmittäglichen Betreuungsblock. (nim/DER STANDARD, Printausgabe, 29./30.11.2003)