Oft sind Anthologien und Dokumentationen zu Literaturpreisen keine allzu inspirierende Lektüre, die man nur recht widerwillig zur Hand nimmt. Eine positive Überraschung ist daher der im Haymon-Verlag von Semier Insayif, Roland Leeb und Alfred Rubatschek im Auftrag der Siemens AG Österreich herausgegebene Band .txtour 2003. Literatur Technik Vision, der zwölf (der 76 eingereichten) Texte des diesjährigen Wettbewerbs zugänglich macht. Den hier stark gekürzten Siegertext kann man in voller Länge lesen, die mit dem Förderungspreis ausgezeichnete Geschichte was du nicht siehst von Claudia Sykora-Bitter auch. Weiters gibt es - um nur einige Aspekte aufzugreifen - Texte über einen vermeintlich außerirdischen Orgelspieler, ein Textmodell für die Produktion literarischer und filmischer Utopien und und und. Die Qualität der Texte ist durchwegs hoch, das Spektrum der Textsorten weit und einige Texte noch lustig dazu. Höchst empfehlenswerter Lesestoff also für die kommenden Winterabende. steg []