Das international isolierte Nordkorea öffnet sich ganz allmählich dem Internet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, bietet jetzt eine nordkoreanische Firma einen internationalen E-Mail-Dienst an. Das bislher einzige kommerzielle E-Mail-Angebot für Nordkorea kommt seit 2001 von einer in China ansässigen Firma. Nur sehr wenige Nordkoreaner verfügen überhaupt über einen Zugang zu Computer oder Telefon. Netz In der Hauptstadt Pjöngjang soll es ausländischen Besuchern zufolge jetzt ein Internet-Cafe geben. Internationale Telefonleitungen, über die Besucher ins Internet gehen können, gibt es nur in wenigen Hotels in Pjöngjang. Fernseh- und Radiogeräte werden in Nordkorea mit voreingestellten Sendern ausgeliefert, mit denen sich nur staatliche Medien empfangen lassen. Zweifel Die vorsichtige Offenheit Nordkoreas wird aber auch in Südkorea mit Argwohn betrachtet. Südkoreaner dürfen nur mit Erlaubnis der Regierung E-Mails mit Nordkoreanern austauschen. 2001 wurden sechs Südkoreaner festgenommen, die mit nordkoreanischen Beamten E-Mails ausgetauscht hatten. (APA)