Der Chip-Hersteller Intel will ab 2005 die ersten Prozessoren fertigen, bei denen die kleinsten Strukturen nur noch 65 Nanometer groß sind. Von den Transistoren (Schaltungen) in dieser Größenordnung würden zehn Millionen auf die Spitze eines Kugelschreibers passen. Die zurzeit hergestellten Intel-Prozessoren sind noch im 130-Nanometer-Design gehalten; ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter.

"Mooresche Gesetz"

Bei der Bekanntmachung der neuen Pläne erklärten Intel-Spezialisten, damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass das "Mooresche Gesetz" weiter gültig bleibe. Der von Intel-Mitbegründer Gordon Moore aufgestellte Grundsatz besagt, dass sich die Transistordichte eines Prozessors und damit seine Leistungsfähigkeit Jahr für Jahr verdoppelt. Inzwischen wurde dieser Zeitraum aber auf etwa 18 Monate gestreckt.

IBM zieht 2005 nach

Bei IBM erklärte ein Sprecher zu der Intel-Mitteilung, dass die Chip-Branche insgesamt etwa im gleichen Entwicklungstempo vorankomme. Auch bei IBM werde bis zur zweiten Hälfte 2005 der erste 65-Nanometer-Chip erwartet.

Die Produktion von 130-Nanometer-Chips lief bei Intel bereits im zweiten Quartal 2001 an. Noch vor Jahresende wird der erste 90-Nanometer-Prozessor des Marktführers mit dem Codenamen Prescott erwartet. Mit der zunehmenden Miniaturisierung des Chip-Designs nimmt für die Ingenieure das Problem unerwünschter Spannungsverluste zu; die von der Stromzufuhr abhängigen Zustände Spannung vorhanden/nicht vorhanden sind die Träger der digitalen Information.(APA/AP)